Unterrichtsideen > Die persönliche Dimension > Benjamin heute - Urheberschaft in digitalen Medien
Flüchtigkeit und Wiederholbarkeit
Das Urheberrecht hat man, sobald eine persönliche Schöpfung – zum Beispiel ein Text - öffentlich wird. Man bewirbt sich nicht darum, es wird nicht zugesprochen. Es kann nicht vererbt oder verschenkt werden. Auch wenn man sein Werk zur Verwertung freigibt, Urheber bleibt man immer.
Wer in Onlinemedien schreibt, erwirbt auch hier formale Rechte. Er hinterlegt in der vernetzten Welt zugleich im eigenen Text ein Stück Persönlichkeit – Originalität oder „Flüchtigkeit“.
Wer in Onlinemedien schreibt, erwirbt auch hier formale Rechte. Er hinterlegt in der vernetzten Welt zugleich im eigenen Text ein Stück Persönlichkeit – Originalität oder „Flüchtigkeit“.
Onlinerezension zu Walter Benjamin schreiben
Das Fach Deutsch bietet mit Lernbereichen wie „Umgang mit Texten und Medien“ sowie „Texte verfassen“ die unmittelbare Anknüpfung an das Thema Schutz des geistigen Eigentums.
Unterrichtsziele
Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Situation von Urhebern in modernen Medienwelten, indem sie selbst Autoren werden und ihre Rezensionen online publizieren.
Die Schülerinnen und Schüler:
lernen Sachverhalte und Textbefunde präziser zu benennen, indem sie einen historischen Aufsatz (in Auszügen) lesen, interpretieren und dort beschriebene Sachverhalte in einem eigenen Text kommentieren.
trainieren die Texterstellung für digitale Medien, indem sie eine Rezension verfassen und dabei die eigenen Normen für Autorenschaften in Onlinemedien reflektieren.
erweitern ihre Kenntnisse zur Urheberschaft, indem sie Fragen zur Veröffentlichung und Verwertung im Zusammenhang mit den eigenen Texten recherchieren und ihren Text publizieren.
Szenario
Die Unterrichtsidee spielt didaktisch mit dem Verhältnis von Autorin/Autor und Publikum – zunächst „offline“ in Form einer klassischen Lesung und dann online in Gestalt einer weltweit verfügbaren Rezension. Ziel des Schreibens ist die Veröffentlichung einer Rezension – keine alltägliche Situation für Schülerinnen und Schüler. Das Gruppeninterview, die individuelle Analyse eines Auszuges aus einem Aufsatz von Walter Benjamin und das Verfassen der Rezension bereiten den Schritt in die Öffentlichkeit vor.
Die online gestellte Rezension ist ein „Ernstfall“ der Autorenschaft - keine Schreibübung im geschützten Lernraum. Die vorangestellte Lesung bereitet die Autorinnen und Autoren in spielerischer Form darauf gut vor.
© iStockphoto
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Der Textauszug von Benjamin ist als Gegenstand der Rezension sowohl in der Sprache als auch in den systematischen Aussagen zu modernen Medienwelten anschaulich und zugleich anspruchsvoll. Er wird im Lernpaket als Arbeitsblatt angeboten. Drei Text-Abschnitte führen die Schülerinnen und Schüler unmittelbar zur zentralen These von der „Flüchtigkeit und Wiederholbarkeit“ in modernen Medienwelten und lassen die Ableitungen des Autors dabei nachvollziehbar werden. Leitfäden für das Texten allgemein und das Verfassen einer Rezension im Besonderen werden im Lernpaket ebenso angeboten. Ein Interviewleitfaden für das Auftaktgespräch komplettiert das Unterrichtmaterial.
Umsetzung im Unterricht
Die Unterrichtsidee wird in fünf Phasen umgesetzt:
Phase 1: Gruppeninterview
Berichte aus dem Medienalltag der Schülerinnen und Schüler leiten das Thema ein. Einzelne Schülerinnen oder Schüler führen auf der Basis eines Interviewleitfadens ein Interview mit der ganzen Gruppe rund um das Thema Blog.
Phase 2: Textanalyse
Die Schüler lesen und analysieren einen Text von Walter Benjamin, der in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts den Verlust von „Einmaligkeit und Dauer“ sowie die „Flüchtigkeit und Wiederholbarkeit“ in modernen Medienwelten thematisiert.
Phase 3: Schreiben eines Kommentars
Die Schülerinnen und Schüler interpretieren und kommentieren den Artikel Walter Benjamins schriftlich und gehen mit einer Rezenssion auf die zentralen Thesen ein. Sie nutzen dafür ein Textverarbeitungsprogramm.
Phase 4: Autorenlesung und Gespräch
Die Schülerinnen und Schüler inszenieren ein Autorengespräch mit verteilten Rollen. Einzelne Autorinnen und Autoren lesen ihre Rezensionen in der Gruppe vor. Publikum und Autoren kommen über die Texte ins Gespräch. Eine Schülerin oder ein Schüler übernimmt die Moderation.
Phase 5: Präsentation der Texte online
Die Schülerinnen und Schüler stellen ihre Texte als Rezension online. Sie klären, wie die Verwertungsrechte für ihren Text auf der geplanten Seite geregelt sind.
Ergebnis
Publizierte Onlinerezensionen zum Aufsatz von Walter Benjamin „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“.
Weiterführende Informationen
Buchrezensionen online
Ein Onlineshop mit vielen Rezensionen, die sich für den Vergleich mit dem eigenen Text und den eigenen Ansprüchen gut eignen.
[ www.amazon.de | 17.04.2008 | 15:47 ]
Ein Onlineshop mit vielen Rezensionen, die sich für den Vergleich mit dem eigenen Text und den eigenen Ansprüchen gut eignen.
[ www.amazon.de | 17.04.2008 | 15:47 ]
Benjamins Aufsatz interpretiert
Walters Benjamins Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ wird anschaulich interpretiert.
[ www.medienstudent.de | 17.04.2008 | 15:47 ]
Walters Benjamins Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ wird anschaulich interpretiert.
[ www.medienstudent.de | 17.04.2008 | 15:47 ]
Benjamins Aufsatz kommentiert
Walters Benjamins Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ wird mit Blick auf moderne Medienkunst kommentiert.
[ www.kunsttexte.de | 17.04.2008 | 15:47 ]
Walters Benjamins Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ wird mit Blick auf moderne Medienkunst kommentiert.
[ www.kunsttexte.de | 17.04.2008 | 15:47 ]
Social Bookmarks – was steckt dahinter?
Was sind Social Bookmarks?
Social Bookmarks sind Internet-Lesezeichen, die in einem Netz (Internet oder Intranet) von registrierten Benutzern gesetzt und mittels eines RSS-Feeds verfolgt werden können. So genannte Social Bookmark-Netzwerke - wie sie Facebook und andere Anbieter bereitstellen - sind für das Sammeln von Links, Nachrichtenmeldungen Podcasts oder Videos konzipiert. Die Lesezeichen lassen sich nach Kennwörtern (Tags), Tag-Kombinationen, Kategorien oder Benutzern auflisten.
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Was sind Social Bookmarks?
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