8 Jahre später

Blogbeitrag von AM, 28.11.2008

Endlich ist es soweit. Lange haben sie auf sich warten lassen… AC/DC, die seit den 70er Jahren immer währende Rocklegende.
Und das Beste daran: Sie bleiben ihrem Stil treu und haben damit auch noch Erfolg. Innerhalb von zwei Tagen wurden allein in Deutschland 170.000 Alben verkauft.
Also rein ins Internet und die besten Songs via Online-Portal runterladen. Weit gefehlt! AC/DC bleiben nicht nur ihrem Stil, sondern auch der konventionellen Vermarktung ihrer Songs treu. Eigentlich komisch, in Zeiten, in denen jeder, der Musik macht, seine Werke im Internet bereitstellt.

Mit dem Einstellen digitaler Musik ins Internet, und der Möglichkeit gigantische Datenmengen in kürzester Zeit über die Leitungen zu schleusen, entstand in den vergangenen Jahren ein großer Markt illegaler Downloads und der Musikindustrie ein großes wirtschaftliches Loch. Um dem modernen Zeitgeist entgegenzukommen, bemühte sich die Musikindustrie, den legalen Downloadmarkt zu beflügeln. Zunehmend etablierten sich Internetportale, über die man für ein entsprechendes Entgelt Musik legal erwirbt. Ein für den User vorteilhaftes Verfahren, da man nicht mehr nur ganze Alben, sondern einzelne Songs nach Lust und Laune herunter laden und zusammenstellen kann. Die Rechnung ging auf. Media control[1] meldet, dass sich der Musikdownload zu einem „Einzeltrack-Geschäft“ entwickelt und das im ersten Halbjahr 2008 so viel Musik wie noch nie aus dem Netz gezogen wurde.

Dennoch zeichnet sich am Horizont eine Trendwende ab. Sind wir musikalisch auf dem Weg zu „good old times“? Der Hintergrund für die Kehrtwendung im Mainstream könnte sein, dass die Entwicklung des Musikmarktes nicht dem künstlerischen Anspruch entspricht. Abgesehen von illegalen Downloads, die komplett an den Künstlern vorbei laufen, sehen AC/DC ihr Album als ein künstlerisches Gesamtwerk und wollen es auch nur als solches der Menschheit anbieten. Heise online[2] schreibt, das der Gitarrist Angus Young gegenüber der New York Times erklärt: „Mit seiner Band verhalte es sich wie bei einem Kunstmaler. Wenn er denke, er habe ein großes Werk geschaffen, schütze er es.“ Nebenbei erfährt man aber auch von einem Unmut gegenüber einem sich abzeichnenden Download-Monopol.
Wie dem auch sei, in den Foren melden sich die Fans und scheuen auch nicht davor laut zu verkünden, wann und wo man noch vor dem offiziellen Erscheinen des Albums das Gesamtwerk im Internet findet. Wie nicht anders zu erwarten, wurde das künstlerische Werk bereits 400.000 illegal herunter geladen. Lang lebe die Legende!

Quellen

[1] Media Control
Webseite des Unternehmens media control.
[www.media-control.de | 14.03.2012 | 15:42]
[2] Rockband AC/DC verweigert sich iTunes
Bericht über die Vermarktung des 15. AC/DC-Studioalbums "Black Ice" bei heise online.
[www.heise.de | 14.03.2012 | 15.43]
Teufelshörner und Höllenglocken
AC/DCs Album "Black Ice" in der Rezension der Süddeutschen.
[www.sueddeutsche.de | 14.03.2012 | 15:44]
Kultrocker AC/DC boykottieren iTunes
Laut PC Welt bevorzugte die Band AC/DC bei der Vermarktung ihrer neusten CD den Wal-Mart.
[www.pcwelt.de | 14.03.2012 | 15:46]