Tumblr

die Mikroblogging-Plattform

Facebook, Twitter, Pinterest, Google+ - Möglichkeiten, interessante Dinge schnell mit anderen zu teilen gibt es viele. Zu viele, denn langsam verliert man den Überblick darüber, wer wo ist und was man wo genau machen kann. Sollte man sich also sicherheitshalber überall anmelden? Ich behaupte: Nein, sollte man nicht.

Ich bin seit langem auf der Suche nach einer Seite, die mir all das bietet, was es im Grunde schon gibt: Ich möchte bloggen, Bilder mit meinen Freunden teilen, Videos, oder sogar interessante Links sammeln, ohne viel Schnickschnack und vor allem schön übersichtlich sortiert und in meinem eigenen Design – eben ganz nach meinen Wünschen. Wichtig ist mir auch, dass ich eben nicht bei zehn Communities angemeldet sein muss, weil jeder andere Buttons anbietet. Vor einigen Wochen bin ich vermehrt auf einen Button mit einem weißen „t“ auf dunkelblauer Oberfläche gestoßen. Schlicht, aber dennoch hat sich das kleine Symbol bei mir eingeprägt. Immer öfter lese ich Sätze, in denen angekündigt wird, man habe sich einen Account bei „tumblr“ zugelegt. Zuerst war ich genervt. Gerade ebbt die Welle an neuen Facebook-Anmeldungen ab, folgt schon der nächste Wettstreiter. Weil sich aber immer mehr bei dieser Seite anmeldeten, wurde ich schließlich neugierig und wagte den Schritt.
Die Website www.tumblr.com besticht in erster Linie durch ihre klare, strukturierte Oberfläche. Genau dieser Punkt war mir sofort sympathisch. Aber was ist denn dieses Tumblr nun? (Und vor allem… wie spricht man das bitteschön aus?)

Interessant ist der Name der Seite. Ins Deutsche übersetzt, bedeutet „to tumble“ nämlich „über etwas stolpern“. Das verdeutlicht ziemlich genau was Tumblr möchte. Tumblr ist eine 2007 gegründete sogenannte „Mikroblogging-Plattform“. Mikroblogging bedeutet, dass man, ähnlich wie bei Twitter, kurze Textnachrichten veröffentlicht. Es geht hier also nicht wie beim normalen Bloggen, um lange Berichte, sondern um kurze, knackige Veröffentlichungen aller Art. Bei Tumblr kann man Texte, Bilder, Zitate, Chatverläufe, Links und Video- oder Audiodateien mit anderen teilen. Damit aber nicht genug: Ähnlich wie bei Facebook kann man hier nun auch fremde Einträge „rebloggen“, also in den eigenen „Tumbleblog“ posten. Statt Freunde zu sammeln, besteht die Möglichkeit, Nutzern, die interessante Dinge posten, zu „folgen“.
Einmal bei Tumblr angemeldet, ist der erste Blog auch schon schnell erstellt. Vom sogenannten „Dashboard“, also sozusagen dem digitalen Armaturenbrett aus kann man alles steuern und sogar mehrere Blogs gleichzeitig verwalten. Hier werden die Beiträge veröffentlicht und bearbeitet, sowie am Aussehen des Blogs geschraubt. Anlässlich der Sommerferien 2012 widmete ich mein Selbstexperiment Tumblr dem diesjährigen Ferienscheckheft im Lernzentrum von Helliwood media & education. Dazu gestaltete ich die Erscheinung meines Blogs mit wenigen Klicks und dem Hochladen einiger Bilder ganz einfach im Design des Ferienscheckhefts.

Bei meiner praktischen Arbeit mit dem Blog fiel mir schnell ein Vorteil von tumblr im Gegensatz zu unserem Facebook-Auftritt zum Ferienscheckheft, der parallel existierte, auf: Auf dem Blog (fsh2012.tumblr.com) hatte ich die Möglichkeit, viel mehr Bilder und Informationen mit anderen zu teilen, als es auf Facebook möglich ist. Tumblr bietet zudem eine sehr praktische Funktion: Einmal mit dem Facebook-Account verknüpft, kann man bei jedem Beitrag entscheiden, ob er auch auf Facebook auftauchen soll oder nicht. Damit konnte ich mir eine ganze Menge Arbeit ersparen.

Facebook lebt von kurzen Texten, denn niemand möchte auf seiner Pinnwand mit Texten erschlagen werden. Die Ferienprojekte aber waren so groß und vielfältig, dass man dem mit einen Post pro Woche nicht gerecht werden konnte. Ich wollte gerne nicht nur die Ergebnisse der Projekte, sondern auch die Entwicklung dahin dokumentieren. Genau das ermöglichte mir Tumblr.
Eine weitere praktische Funktion, die Tumblr bietet, ist das gemeinsame Arbeiten mit mehreren Personen an einem Blog. So konnten auch meine Kolleginnen eigene Beiträge veröffentlichen, oder bereits entstandene bearbeiten. Selbst mit wenigen Kenntnissen in HTML sah der Blog nach nur wenigen Tagen richtig schick aus. Es ist möglich, mehrere Blogs auf einen Hauptblog zusammenzufassen und dazu so zu verlinken, dass sie einzeln aufrufbar sind. Trotzdem sind das eigenständige Blogs, die unabhängig voneinander geführt werden. Da unser Ferienprogramm aus sechs Projektwochen mit unterschiedlichen Themen bestand, passte diese Variante gut. Also erstellte ich sechs Blogs, die alle im selben Design direkt von meinem Hauptblog abrufbar sind.

Fazit: Natürlich gibt es viele Bloganbieter. Sie alle unterscheiden sich in ihrem Angebot kaum voneinander. Dennoch habe ich mich letztendlich für Tumblr entschieden. Das Design, die einfache Bedienung und die unzähligen Möglichkeiten sprachen für sich. Die Benutzeroberfläche ist selbsterklärend, ich verschwendete keine Zeit mit unnötigem Einarbeiten. Ich habe viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten als auf Facebook, viel mehr Freiheiten, ohne meine Leser mit zu vielen Informationen zu erschlagen.

Für mein Vorhaben, also einer ausführlichen Dokumentation über ein sechswöchiges Ferienprogramm, hat sich Tumblr prima bewiesen. Gerade die Kombination mit Facebook sorgte dafür, dass ich genügend Informationen auf Facebook geben konnte, aber gleichzeitig auf Tumblr einen tieferen Einblick in die einzelnen Projekttage ermöglichte. Ich werde aber weiterhin Facebook treu bleiben. Für kurze Posts, interessante Bilder und das Teilen von Artikeln beispielsweise eignet sich Facebook dank seiner Reichweite einfach am besten. Wer aber Zeit hat, regelmäßig lange und noch dazu möglichst interessante Texte zu schreiben, für den eignet sich die Mikroblogging-Plattform Tumblr durchaus.

Weiterführende Informationen

Das Ferienscheckheft auf tumblr
Erfahren Sie mehr auf der Mikroblogging-Plattform tumblr.
[tumblr.com | 26.09.2012 | 10:19]
Das Ferienscheckheft auf facebook
Immer auf dem neusten Stand durch social media.
[ferienscheckheft.de | 27.09.2012 | 12:08]