Klonen...

Blogbeitrag von RS, 12.01.2009

...darf sich nicht lohnen!!! Die Begriffe Original und Urheber sind keineswegs angestaubt, denn auch im Zeitalter der Datenautobahnen und der digitalisierten Gesellschaft gilt: Kulturelle Vielfalt einer Gesellschaft ist Ausdruck ihrer Kreativität.
Kreativität schafft Geistiges Eigentum. Geistiges Eigentum bedarf zur Sicherung kultureller Vielfalt des aktiven Schutzes.
Schutz geistigen Eigentums wird gewährleistet durch seine gesellschaftliche Akzeptanz. Daher bestimmt jede Gesellschaft durch das Maß des Schutzes geistigen Eigentums über den Grad der Vielfalt ihres kulturellen Angebotes.

Volkswirtschaften, die ihre Einkünfte nicht aus der Verwertung natürlicher Ressourcen erzielen können, sind u.a. auf die intellektuellen Fähigkeiten ihrer Bevölkerungen angewiesen. Intellektuelle Fähigkeiten schaffen Geistiges Eigentum. Geistiges Eigentum schafft volkswirtschaftliche Werte – Geistiges Eigentum schafft Arbeitsplätze.

Geistiges Eigentum muss sowohl unter kulturellen als auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten geschützt werden, da seine Verletzung nicht nur gegen den Einzelnen, sondern die Gesellschaft insgesamt gerichtet ist. Dazu bedarf es wirksamer rechtlicher Rahmenbedingungen ebenso wie der effizienten Überwachung der Einhaltung dieser gesellschaftlichen Regeln.

Die technische Entwicklung schreitet mit einer Geschwindigkeit fort, die es dem Gesetzgeber kaum ermöglicht, Schritt zu halten. Die Folge: Die rechtlichen Rahmenbedingungen bilden nicht in jedem Fall ein solides Fundament zum Schutze geistigen Eigentums. Auch sind im Zeitalter grenzüberschreitender Datenleitung ohne Schranken nationale Regelungen kaum mehr geeignet, einen wirksamen Schutz zu gewährleisten. Unterschiedliche (wirtschaftliche) Interessenlagen der Beteiligten einerseits und unterschiedliche kulturelle Hintergründe auch in den europäischen Gesellschaften führen immer wieder zum „kleinsten gemeinsamen Nenner“. Die Folge: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen werden den Anforderungen nicht mehr gerecht.

Die Überwachung der bestehenden rechtlichen Regelungen wird immer schwieriger und dies gilt sowohl in technischer als auch in tatsächlicher Hinsicht. Das Internet bietet in gewissem Umfang eine Form der Anonymität, überschreitet Grenzen und Kontinente und macht es jedenfalls ungleich schwerer, dem Urheberrechtsverletzer habhaft zu werden.

Der Akzeptanz von geistigem Eigentum in der Gesellschaft kommt daher im Zeitalter des Internets eine ungleich höhere Bedeutung zu als zu Beginn des Buchdrucks. Machten damals technische Gegebenheiten eine Urheberrechtsverletzung schwierig, wenn nicht unmöglich, so sind diese Hindernisse heute für fast jeden beseitigt – Nicht das Können, sondern das Wollen jedes einzelnen Mitglieds einer Gesellschaft entscheidet über den Umfang des Schutzes geistigen Eigentums. Indes sind Defizite in diesem Bereich unverkennbar, die Variationsbreite der Urheberrechtsverletzungen ist schier unüberschaubar.
Als Erklärung für diese Entwicklung kann nur dienen, dass die einleitenden Einsichten offensichtlich auf der Datenautobahn der hohen Geschwindigkeit und zum Nachteil der Gesellschaft insgesamt zum Opfer gefallen sind.

Unterrichtsidee

Das Netz - Cyberkriminalität. Filmanalyse zum Blockbuster mit Sandra Bullock
Der 1995 unter der Regie von Irwin Winkler und mit Sandra Bullock als Hauptdarstellerin entstandene Film „Das Netz“ ermöglicht den Schülerinnen und Schülern Chancen und Gefahren im Netz aufzuzeigen und zu diskutieren. Darüber hinaus zeigt er eindrucksvoll, wie schnell technologische Visionen zur Realität werden.